
»Von Friedensfurien und dalmatinischen Küstenrehen – Vergessene Wörter aus der Habsburgermonarchie«, lautet der Titel des Buches von Tamara Scheer. Am 23. April stellte die Wiener Autorin und Historikerin in der Österreich-Bibliothek in Riga originelle Wortschöpfungen aus der Zeit der Donaumonarchie vor, die nach 1918 allmählich aus dem Sprachgebrauch verschwunden waren. In ihrer Lesung im Rahmen des Monats der Deutschen Sprache zitierte Scheer Passagen aus ihrem Werk und verknüpfte diese mit spannenden historischen Hintergründen und Anekdoten über das alte Österreich-Ungarn. Mit einer aus verschiedensten Briefen, Tagebüchern, Feuilletons und Büchern zusammengetragenen Sammlung aus meist satirisch zugespitzten Begriffen, gelang es der Autorin, auf unterhaltsame und informative Weise das damalige »Habsburgerisch« und den Lebensalltag der späten Habsburgermonarchie zu porträtieren.