Zur Linde
– Einige Wochen nach meiner Türkei-Reise schrieb mir Mehmet. Ich war auf dem Geburtstag meines Onkels und sagte gerade zu meiner Cousine, »ich sammle noch«. Ich erwartete, dass sie nachhaken würde oder schlimmer noch, mir eine eigene Idee für meinen nächsten Roman auftischen wollte, irgendeine ihrer Storys von Hinge. Stattdessen sagte sie, »liegt wohl in der Familie«, und nickte in Richtung ihres Vaters, der mit seinen neuen Autos spielte. »Hat dir mal jemand von unserem Urgroßvater erzählt?«
Ich schüttelte den Kopf und ließ den Blick weiter zu meinem Vater wandern, der seinem Bruder begeistert zuschaute. »Der ist Pfarrer gewesen«, fuhr meine Cousine fort, doch bevor sie ihren Satz vollenden konnte, öffneten sich die Küchentüren und im Gastraum wurde es schlagartig still. Platten voller Spätzle schwebten herein, ein jeder bekam eine Schüssel Krautsalat hingestellt, dann den Teller, auf dem in dunkler Sauce ein Zwiebelrostbraten und ein Stück Wassermelone lagen. Während mir flau im Magen wurde, hörte ich, wie neben mir mein Bruder Luft holte. Den Rant ahnend, der gleich aus ihm herausbrechen würde, zückte ich mein Smartphone.
»Hallo Luca«, begann Mehmets Nachricht. »Ich habe deinen Roman gelesen, eine schöne Geschichte. Habe oft an die Zeit gedacht, als ich noch fünfzehn war und bei euch.« Dann teilte er ein Foto, das den Blick von seiner Terrasse auf den Bosporus zeigte und fragte, »hast du das Tagebuch schon gelesen?«
– Du solltest noch ein wenig Kontext zu deiner Türkei-Reise geben, die Lesungen in İzmir und Konya zumindest erwähnen, vielleicht den Germanistik Kongress und diese Urkunde, die du da bekommen hast. Die habe ich richtig geil gefunden. Vielleicht bleibst du aber auch einfach in Istanbul, bringst einen Satz darüber, dass gerade die Linden geblüht haben, und wechselst dann möglichst rasch ins Präsens.
– Tagsüber klapperte ich ein Modellbau-Geschäft nach dem anderen ab. Ich wollte meinem Onkel unbedingt ein türkisches Auto zum Geburtstag schenken, doch überall hatten sie bloß Schuco mit deutschen Nummernschildern, und wenn ich nach einem typisch türkischen Auto fragte, grinste man bloß und drückte mir einen Fiat in die Hand. Zwischendurch besuchte ich die beiden Wunder-Stores, erst den auf der europäischen dann den auf der asiatischen Seite, wurde aber ebenfalls enttäuscht. Das Shirt, von dem mir Akın erzählt hatte, war restlos ausverkauft. Müde setzte ich mich am Abend in ein Café gleich neben dem Konsulat und bekam, kaum hatte ich um Soda gebeten, den Besitzer vorgestellt.
Ende der Siebziger Jahre war er seinem Vater gefolgt und hatte zunächst in verschiedenen Reinigungsmittel-Fabriken in Linz gearbeitet, später für die Alpine Baugesellschaft, bevor er schließlich nach Bremen gezogen war, wo seine Tochter zur Welt kam. In den Neunziger Jahren boomte die Tourismusbranche, also organisierte er Pauschalreisen nach Antalya. Um die Jahrtausendwende ging er dann zurück nach Istanbul und eröffnete in seinem Elternhaus ein Café. Inzwischen haben die Weinstöcke, die er damals pflanzte, die Terrasse überwuchert. Eine verwitterte Fliese mit den Stadtmusikanten hängt neben der Treppe, die zur Straße hinunterführt, dort liegt das Ufer zum Bosporus – und während hunderttausend asiatische Lichter zu uns herüber blinken, erzählt Mehmet mir von seiner Tochter und wie er sie erst kürzlich in Köln besucht hat, in der Kommune, in der sie gerade wohnt, und dass er sich Sorgen macht.
Also erzähle ich ihm von meinem Bruder und den Sorgen, die auch ich mir mache, seit ich ihn in dem Leipziger Hausprojekt besucht habe, in dem wiederum er gerade wohnt.
»Weil, ich komme da so rein und in der Küche sitzen drei Typen in Fred-Perry-Poloshirts, alle ein Dosenbier in der Hand und einer tätowiert sich den Oberschenkel. Ich will gerade fragen, welches Zimmer meinem Bruder gehört, da macht es Peng und die Küche ist zappenduster. Ich denke, jetzt stürmt die Polizei rein, oder so, aber dann flucht nur einer der Typen, sorry ey, bei der Nadel haut es echt immer die Sicherung raus.«Mehmet lacht.
»Das ist doch keine Umgebung«, füge ich hinzu.
»Aber so sind sie«, erwidert Mehmet, »kleine Brüder. Pass auf, was meiner gemacht hat. Es ist vielleicht zehn Jahre her, da ruft euer Konsulat an und will eine Reservierung. Geht nicht, sage ich, bei uns gibt es keine Reservierungen.
Aber es ist wichtig, sagt das Konsulat, wegen des Gastes.
Wir machen das grundsätzlich nicht, sage ich.
Es ist ein berühmter Autor.
Kommen Sie einfach eine halbe Stunde früher, dann kriegen Sie einen Tisch.
Es ist also wer vom Konsulat eine halbe Stunde früher da, und wie ich gesagt habe, sie bekommen diesen Tisch hier und das ist der beste Tisch auf der ganzen Terrasse.« Er sieht mich mit seinem alten Gesicht an.
»Während ich dann«, fährt er fort, »in die Küche gehe, um ihnen Menemen zu machen, kommen dieser Autor und mein Bruder ins Gespräch. Und natürlich dauert es nicht lang, da lobt der Autor das Deutsch meines Bruders. Also erzählt mein Bruder, dass wir Ende der Siebziger unserem Vater gefolgt sind und zunächst in verschiedene Reinigungsmittel-Fabriken in Linz gearbeitet haben, später für die Alpine Baugesellschaft – da sagt der Autor, ach, das ist ja interessant, dann müssten Sie das Konzept der Reservierung doch kennen.
Ich stehe in der Küche, höre meinen Bruder plötzlich die wildesten Flüche ausstoßen und denke noch, wir werden überfallen.«
Wir blicken aufs Wasser, noch immer blinken die Lichter und nach einer Weile murmelt er, »hat sie einfach rausgeworfen, knallhart, mein Bruder.«
»Soll ich«, beginne ich – aber er wischt die Erinnerung mit einer Handbewegung beiseite, »das ist lange her«, und erzählt stattdessen, wie sie als Kinder immer in den Garten des Konsulats geklettert sind, um Obst zu stibitzen.
Während er von Birnen und Feigen schwärmt, muss ich daran denken, wie ich nach meiner Ankunft durch das Gebäude geführt worden war, durch die Hallen und über die Balkone, bis wir am Ende auf die Rückseite getreten waren und vor einer hohen Mauer standen. Der Garten dahinter, wurde mir erklärt, sei allein dem Konsul und seiner Gattin vorbehalten. Es gebe einen verwilderten Teil, es gebe einen für repräsentative Zwecke, dann gebe es noch den Wald. So standen wir und lauschten den Türkentauben.
»Unter den österreichischen Außenministern«, sage ich nach einer Weile, »gibt es scheinbar den Schmäh, dass man bei ernsthaften Problemen mit dem Budget einfach nur das Grundstück hier verkaufen müsste.« Mehmet lacht.
»Kann ich mir vorstellen«, sagt er dann. »Dieser Garten geht einen Kilometer nach hinten, mindestens. Aber als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, hat es die Straße am Ufer noch gar nicht gegeben und man hat mit dem Schiff am Palast angelegt.«Er deutet vage übers Wasser und mit einem Mal schmecke ich die Linden in der Luft.
»Wusstest du, dass sich die beiden deutschen Kreuzer 1914 genau hier versteckt haben?«
– Schau dir den Dialog vielleicht nochmal an, er kommt mir irgendwie holperig vor. Vielleicht ist er auch so realistisch, dass er nicht mehr plausibel wirkt. Und am besten telefonieren wir auch nochmal, um die Sache mit dem Imperialismus zu besprechen, also nicht dem deutschen, sondern dem osmanischen, und wie er heute erinnert wird, hier, im Herbst ist doch zum Beispiel auch Gaza Biennale in Istanbul. Das könnte gut auf dem Flug nach İzmir passieren, sozusagen du als ein deutscher Autor, der in Wien lebt und keine Ahnung hat. Vielleicht reicht ja sogar das Bild, wie du von einer Turkish Airlines Stewardess dein Soda bekommst, unter dir die Ägäis und auf deinem Schoß das Tagebuch, das dir Mehmet mitgegeben hat.
– Es ist halb vier in der Früh, als Hans Strobl mit jenen aufwallenden Erregungen erwacht, die ihn zuallererst packten, als er sich freiwillig meldete, die seit seiner Marschbereitschaft aber nicht mehr abebben.
Nach einer Waschung in eiskaltem Wasser fühlt er sich frisch. Doch ist ihm auch mit einem Mal, als ob nicht er, sondern eine ihm völlig fernstehende Person diese Reise in ein völlig ungewohntes Klima antreten würde. Leutnant Neureiter hält eine rasche Ansprache, schließt mit einem Hoch auf den Kaiser und schon marschieren sie zum Matzleinsdorfer Rangierbahnhof, wo um kurz nach neun ihr mit unzähligen Fähnchen geschmückter Zug abfährt.
Das Wetter könnte nicht hübscher sein, durch blühende, grünende Ebenen geht es hinein ins Leithagebirge. In Bruck bekommen sie noch ein Gulasch, in Raab einen Tee, und wie es dann Abend wird, übermannen den jungen Pianisten die Harmonien der Landschaft. Es dehnt sich eine Ebene aus, über die zur einen Seite der Mond seinen silbernen Schleier wirft, sodass ihre grüne Farbe nur noch zu erfühlen ist. Auf der anderen Seite lässt die untergegangene Sonne den Horizont auflodern, und bald schon wispert alles von einer drohenden Unheimlichkeit.
– Die kommenden Tage kannst du eigentlich zusammenstreichen. Vielleicht behältst du das Bild, wie sie auf einer Notbrücke über die Save nach Belgrad einfahren, die zerschossenen Fabriken. Du solltest erwähnen, dass Hans die erste Moschee auffällt, kaum dass sie über die Morava sind, diese kleine Steinkuppel mit Moos bewachsenem Minarett. Das ist irgendwie schön. Vielleicht bringst du auch die Szene, wie sie am Bahnhof in Niš von ein paar Kindern Zigaretten kaufen und Hans sich wundert, dass noch immer alle so gut Deutsch verstehen. Oder ein paar Brocken aus dem Gespräch mit dem bulgarischen Soldaten, der beim Teppichhaus Silesia in Wien angestellt war. Vielleicht so auf Teppiche überhaupt zu sprechen kommen. Dann könntest du auch erwähnen, wie wir gleich nach deiner Türkei-Reise bei dieser Teppich-Auktion im ersten Bezirk gewesen sind. Womöglich ist das ja sogar dieses Silesia gewesen, müsstest du recherchieren. Ich würde wieder einsteigen, wenn sie durch flaches Gelände mit, wie Hans es nennt, Steppencharakter rollen.
– Unter einem grauen Himmel, der die Augen blendet, erreichen sie Konstantinopel. Zunächst stehen sie eine Weile am Bahnhof, nur um dann einen scharfen Marsch über die neue Galatabrücke hinzulegen. Aus den Augenwinkeln nimmt Hans das dunkelblaue Wasser wahr, in dem eine Unzahl an Kähnen, Segelbarken und kleinen Dampfern weiße Streifen hinterlassen. Es geht eine Straße hinauf und schließlich in eine Kaserne, in der die Säle trotz der Bogenfenster düster scheinen und am Boden ohne Stroh geschlafen wird. Hie und da raschelt es vor Ratten, von der Decke tropft es.
Die ersten Tage verfliegen im Nu. Zwar bemerkt Hans, dass er viel schreiben könnte, über das orientalische Leben mit den vielen Straßenverkäufern, die engen holprigen Gassen und die prächtige Lindenblüte, seinem Tagebuch widmet er sich aber erst sonntags wieder, als er und einige Kameraden vom Oberst zu einem Ausflug eingeladen werden. Obwohl er schon seit dem Vormittag lebhaft unter Darmbeschwerden zu leiden hat, kann er sich auf dem Weg die Pera hinunter nicht enthalten, ein Eis zu essen. Dann führt der Oberst sie hinüber nach Eminönü und hinauf zum Basar.
– Vor allem solltest du recherchieren, wie das damals mit der neuen Galatabrücke war und auch das mit dem MAN Werk Gustavsburg. Das ist sehr spannend. Vielleicht kannst du dann später in Konya ein Bogen zur Bagdadbahn spannen und wie Wilhelm II persönlich Siemens und Krupp dazu überredet hat, sie zu bauen. Du solltest auch ein bisschen mit dem Wort orientalisch aufpassen. Hast du nicht beim Geburtstag von deinem Onkel noch mit deiner Cousine gestritten, weil sie auf Hinge nach weirden Ländern verrückt ist? Das könnte gut zusammengehen. Dann kannst du wahrscheinlich auch Hans’ Ausflug aufs Wesentliche runterbrechen, weil er doch über das dunkle Tor vom Kapalıçarşı so ausführlich staunt, sich so viel zeigen lässt und am Ende doch nichts kauft. Den Besuch der Sultan Ahmed Moschee würde ich ganz auslassen und erst wieder einsteigen, wenn sie von dem türkischen Hauptmann das Minarett hinaufgeführt werden.
– Die Treppe ist schmal, steil und finster. Oben empfängt sie der Blick über einen glitzernden Bosporus, über welchem der Himmel in die Wolken zu stürzen scheint. Als sie hinuntersteigen, beginnt der Muezzin zu singen. Sie verabschieden sich von dem Hauptmann und wandern in ein Café, wo Hans wegen seines Bauchwehs bloß einen Tee trinkt. Dann geht es zur Hagia Sophia, wo sie gleich Schlapfen angezogen bekommen. Hier ist Hans schon nicht mehr richtig bei der Sache, er geht ganz leicht auf den vielen Teppichen, gleichzeitig ist ihm kalt.
In der Nacht erwacht er dann mit starken Krämpfen und bricht auf dem Weg zum Abort zusammen. Man bringt ihm Opium, was aber wenig nützt, sodass er in der Früh ins Spital überführt wird. Dort wird er gebadet und liegt in einem Zimmer mit vier Betten, gemeinsam mit einem Korporal, einem Vormaster und einem Kanonier. Er ist ein bisschen sediert und gegen Abend wird er geradezu weich, voll Kummer und mit diesem süßen traurigen Gefühl, das dir die Tränen in die Augen schwemmt, voll Liebe zu allen Menschen.
– Sorry, dass ich erst jetzt zurückrufe, ich war gerade im Wunder-Store.
– Und haben sie die Shirts wieder?
– Leider nicht.
– Aber ich brauche so ein Shirt.
– Du kannst auch ohne Shirt aus dem Tagebuch von einem österreichischen Soldaten vorlesen, der in der Türkei Straßen gebaut hat.
– Ich weiß nicht, ich glaube, ich muss damit kaschieren, dass das Tagebuch kaum etwas hergibt.
– Hast du es schon ganz gelesen?
– Nur die ersten zwei Wochen, jetzt ist diesem Hans gerade schlecht.
– Voll rassistisch übrigens.
– Wieso denn gleich rassistisch?
– Von wegen orientalisches Essen und so weiter.
– Aber sein Magen kann doch nicht rassistisch sein.
– Es ist so typisch, dass du ihn sofort verteidigst.
– Erinnerst du dich an [sensible Inhalte]?
– Diese Musikerin, mit der wir [sensible Inhalte]?
– Die ist doch nach Kurdistan gegangen, um [sensible Inhalte], und die hat sich auch direkt den Magen verdorben.
– Hahaha.
– Finde ich irgendwie gar nicht lustig.
– Typisch [sensible Inhalte].
– Ich finde das eher, ich weiß nicht. Sie nimmt Geld von [sensible Inhalte], um sich mit anatolischen Gesängen zu beschäftigen, und dann müssen sich alle um sie kümmern, drei Monate lang.
– [Sensible Inhalte].
– Sie hat mir auch ihr Tagebuch gegeben.
– Und schreibt sie da auch vom Essen?
– Nein, irgendwie nur von Staubsaugern.
– Ich finde, wenn einem schlecht wird, ist es das eine. Aber wenn man es ins Tagebuch schreibt, ist es rassistisch.
– Er hat es doch nur für sich aufgeschrieben.
– Und dann hat er es aufgehoben und Mehmet geschenkt.
– Seiner Enkeltochter hat er es vererbt und die –
– Ist doch egal, weil am Ende hast du es gelesen und mir erzählt und ich muss es mir anhören, weil du dir mal wieder mit allem unsicher bist. Warte mal kurz.
…
– Ich bin jetzt auf dem Weg zu Kundeyt Şurdums Grab und kann nicht mehr lange, aber pass auf, du solltest das Tagebuch trotzdem zu Ende lesen.
– Sagst du.
– Sage ich als deine Figur … Du erinnerst dich doch bestimmt, dass Hans beim Gottesdienst gewesen ist und da ein Streichquintett Schuberts Träumerei gespielt hat?
– Das ist an dem Vormittag gewesen, bevor sie auf den Basar sind.
– Der Cellist, den Hans so gut gefunden hat, der liegt jetzt im Bett neben ihm. Das ist der Kanonier.
– Und jetzt denkst du, dass es eine Love-Story wird?
– Das ist es doch schon längst, hier, von wegen Mehmet, der an deinem letzten Tag in Istanbul extra zu einem Copyshop fährt und dir das Tagebuch kopiert. Wieso hast du das eigentlich nicht größer gemacht?
– Er ist ein alter Mann und hat sich seinen Ruhestand verdient. Ich will ihn nicht, keine Ahnung, instrumentalisieren.
– Du kannst schon erzählen, wie sehr dich seine Nachricht gefreut hat. Dass du nicht erwartet hättest, dass er dein Buch lesen wird.
– Darauf kann ich doch keine Geschichte aufbauen.
– Vielleicht kannst du es noch unterbringen, wenn du dafür alles über Kundeyt Şurdum streichst. Ich will eigentlich eh nicht, dass alle wissen, was ich da vorhabe.
– Ich denke darüber nach. Was ist jetzt mit dem Cellisten?
– Der erzählt Hans vom Deutschen Soldatenheim und dort gibt es –
– Noch mehr Künstler?
– Hahaha, knapp daneben, ein Klavier.
– Das Spielen hat Hans vermisst.
– Und deshalb hockt er auch, kaum dass er entlassen ist, jede freie Minute dort und genießt bald schon eine, wie er es nennt, kleine Berühmtheit, und natürlich dauert es auch nicht lange, bis der Pfarrer auf ihn aufmerksam wird. Jetzt darfst du drei Mal raten, wer dieser Pfarrer gewesen ist.
Luca Kieser war von 13.–16. Mai 2025 auf Einladung des Österreichischen Kulturforums Instanbul auf Lesereise in der Türkei, mit Stationen u. a. in Ankara, Instanbul, İzmir und Konya.