Am Mittwoch, den 25. März fand im Palazzo Antonini in Udine die Konferenz »Themen und Strukturen im Werk Ilse Aichingers. Ein Forschungsüberblick« von Christine Frank statt.
Die Konferenz ist Teil der neuen Saison der Associazione Biblioteca Austriaca (Österreich Bibliothek Udine) und wird in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich für Sprachen und Literaturen, Kommunikation, Bildung und Gesellschaft der Universität Udine sowie dem Österreichischen Kulturforum Mailand organisiert. Vor der Konferenz fand ein Promovierendenkolloquium mit dem Titel »Ilse Aichinger im Dialog« statt.
Mit dieser ersten Veranstaltung der Saison rückte die Associazione Biblioteca Austriaca eine der bedeutendsten österreichischen Autorinnen der Nachkriegszeit in den Fokus: Ilse Aichinger. Ihr Werk setzt sich mit der österreichischen Geschichte und Gegenwart auseinander – von der Ersten Republik bis hin zur späten Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. In den 2000er-Jahren trat Aichinger zudem als scharfsinnige Beobachterin und Kritikerin Österreichs durch ihre Kolumnen in Der Standard und Die Presse hervor.
Im Rahmen der Konferenz bat Christine Frank einen Überblick über sechzig Jahre literarischen Schaffens (1945–2005) und präsentierte neue analytische Ansätze, die Aichingers Gesamtwerk im Kontext kulturtheoretischer Debatten ihrer Zeit verorten.
Christine Frank ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck und Lehrbeauftragte an der Universität Wien. Sie promovierte in Vergleichender Literaturwissenschaft und habilitierte sich 2008 in Neuerer deutscher Literatur und Komparatistik. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Werk Ilse Aichingers, der kulturelle Transfer West–Ost (mit Schwerpunkt Japan) sowie digitale Literaturanalysen. Zu ihren jüngsten Publikationen zählen »Uljana Wolf. Poetry, Translation, Contestation« (hg. mit Áine McMurtry) und »Konstellationen österreichischer Literatur: Ilse Aichinger« (hg. mit Sugi Shindo).
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Grafik: ©ÖKF Mailand -
Grafik: ©ÖKF Mailand