

Mehrere Tage voller spannender Veranstaltungen liegen hinter uns. Für uns los ging es am Mittwoch Abend mit der feierlichen Eröffnung. Auf die Begrüßungen von Benedikt Föger, dem Präsidenten des Hauptverbands, der Stadträtin Veronica Kaup-Hasler und Vizekanzler Andreas Babler folgte die Eröffnungsrede der Kulturjournalistin und Publizistin Shila Behjat.

Auch die ›Donau-Lounge‹-Bühne wurde am Mittwoch feierlich eröffnet. Staatssekretär Sepp Schellhorn (BMEIA), Benedikt Föger (HVB) und Márton Méhes (Collegium Hungaricum) sprachen über die wichtige internationale Zusammenarbeit und die große Bedeutung des Lesens.
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Márton Méhes, Beneditkt Föger, Sepp Schellhorn: ©Literaturdialoge -
Márton Méhes, Beneditkt Föger, Sepp Schellhorn: ©Literaturdialoge
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©Literaturdialoge -
©Literaturdialoge
Am Freitag Vormittag präsentierten Andrea Rudolph, Gabriela Jelitto-Piechulik, Małgorzata Jokiel und Monika Wójcik-Bednarz (Österreich-Bibliothek Opole) auf der Donau Lounge-Bühne den von ihnen herausgegebenen Band »Fenster in die junge deutschsprachige Literatur. Beobachtung und Wirkungsorientierung in gesellschaftlichen Krisezeiten«, den 22. Band der Reihe ›Transkulturelle Forschungen an den Österreich-Bibliotheken im Ausland. Sophie Reyer, deren Roman »1431« über Johanna von Orléans (Czernin, 2021) ein Kapitel gewidmet ist, ergänzte die Vorstellung des Bandes durch eine Lesung aus ihrem Buch.
Über die generelle Bedeutung der Österreich-Bibliotheken sprach Elisabeth Marinkovic, die Leiterin des Referats Österreich-Bibliotheken des Österreichischen Außenministeriums.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Lukas Vosicky.
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Małgorzata Jokiel, Andrea Rudolph, Lukas Vosicky © Literaturdialoge -
Monika Wójcik-Bednarz, Elisabeth Marinkovic, Lukas Vosicky © Literaturdialoge -
Gabriella Jelitto-Pietchulik © Literaturdialoge -
Małgorzata Jokiel © Literaturdialoge -
Monika Wójcik-Bednarz © Literaturdialoge -
Andrea Rudolph, Lukas Vosicky © Literaturdialoge -
Elisabeth Marinkovic, Lukas Vosicky © Literaturdialoge
Kurz danach fand die Erstpräsentation von »Traumberuf Diplomatin? Lebensrealitäten zwischen Klischees und Verklärung« (Luftschacht) statt.
Neben Regina Rusz, der Sektionsleiterin der Kulturabteilung des Österreichischen Außenministeriums und David Schriffl, einem der Mitautor*innen des Buches, wurde das Podium von Botschafterin Elisabeth Kornfeind, von der ehemaligen Gleichbehandlungsbeauftragten Ingrid Köhn-Dursy sowie von der ehemaligen Verwaltungspraktikantin und Autorin Theresia Töglhofer komplettiert.
Das spannende von Eser Akbaba moderierte Gespräch drehte sich u.a. um in der Diplomatie besonders bedeutende Kompetenzen wie die Empathie, den glücklicherweise immer höheren Anteil von Diplomatinnen und und die Herausforderung, einen Beruf, der weit über eine 9/5 Woche hinausgeht, mit dem Familienleben zu vereinbaren.
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Theresia Töglhofer, Ingrid Köhn-Dursy, Elisabeth Kornfeind, David Schriffl, Regina Rusz, Eser Akbaba © Literaturdialoge -
Ingrid Köhn-Dursy und Elisabeth Kornfeind © Literaturdialoge -
Regina Rusz, Eser Akbaba © Literaturdialoge -
Regina Rusz © Literaturdialoge -
Theresia Töglhofer, Ingrid Köhn-Dursy, Elisabeth Kornfeind, David Schriffl, Regina Rusz, Eser Akbaba © Literaturdialoge -
Theresia Töglhofer, Ingrid Köhn-Dursy, Elisabeth Kornfeind, David Schriffl, Regina Rusz, Eser Akbaba © Literaturdialoge -
Theresia Töglhofer © Literaturdialoge
»Der Stoff aus dem die Sätze sind. Österreichische Autorinnen und Autoren unterwegs in der Welt« (Luftschacht) heißt die von Elke Atzler und Manfred Müller herausgegebene Anthologie, die anschließend auf der Donau Lounge präsentiert wurde.
Regina Rusz sprach über das Kulturprogramm des Außenministeriums, danach erzählte Elke Atzler über das Zustandekommen der neuen Publikationsreihe und die große Vielfalt der Beiträge, die sogar Lyrik umfasse. Abschließend waren zwei der Reisetexte zu hören, die beide im Frühling 2024 enstanden: Während Marie Gamillscheg die Zuhörer*innen in die USA der Biden-Ära mitnahm, berichtete Elias Hirschl von einer Lesereise, die ihn innerhalb weniger Tage nach London, in die Schweiz und diverse Orte dazwischen geführt hatte.
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Elke Atzler, Elias Hirschl, Marie Gamillscheg © Literaturdialoge -
Elke Atzler, Manfred Müller © Literaturdialoge -
Marie Gamillscheg, Manfred Müller © Literaturdialoge -
Regina Rusz, Elke Atzler, Elias Hirschl, Marie Gamillscheg, Manfred Müller © Literaturdialoge -
Regina Rusz, Elke Atzler © Literaturdialoge -
Regina Rusz, Elke Atzler, Elias Hirschl, Marie Gamillscheg, Manfred Müller © Literaturdialoge
Abends fand in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur die traditionelle TRADUKI-Veranstaltung statt. Moderiert von Katja Gasser, stand dieses Mal die Stadt Belgrad in Geschichte und Gegenwart im Zentrum des Abends: Während Marko Dinićs in der Zeit des Zweiten Weltkriegs angesiedelte Roman »Buch der Gesichter« (Zsolnay) die Kontinuität der Gewalt in einem totalitäten System in den Blick nimmt, bilden häusliche Gewalt und der Versuch der Emanzipation den Fokus von Milica Vučkovićs Buch »Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen« (Zsolnay).
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Marko Dinić © ÖGfL -
Mascha Dabić und Milica Vučković © ÖGfL -
Marko Dinić und Katja Gasser © ÖGfL -
© ÖGfL
Am Samstag war die Grande Dame der zeitgenössischen italienischen Literatur Dacia Maraini im Rahmen der Buch Wien zu Gast in Wien. Im Italienischen Kulturinstitut präsentierte sie die deutschsprachige Übersetzung ihres neuen Buchs »Vita mia« (»Ein halber Löffel Reis«, Folio Verlag), das ihre eigene Kindheit in einem japanischen Internierungslager thematisiert. Das Gespräch mit der Schriftstellerin führte Andreas Pfeifer, der ebenso dolmetsche.
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© ÖGfL -
Dacia Maraini © ÖGfL
Auch der letzte Messetag versprach spannende Veranstaltungen.
Unter dem Titel »Weltliteratur durch Übersetzung« sprachen Alois Hotschnig, Agnieszka Borkiewicz (Leiterin der Österreich-Bibliothek Warschau) und Manfred Müller über Hotschnigs Literatur, dessen Übersetzung ins Polnische und welche Rolle das österreichische Kulturforum in Warschau dabei spielte. Das Gespräch stieß dabei auf reges Interesse, das auch im Nachhinein durch die Nachfrage nach Autorgrammen deutlich wurde.
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Alois Hotschnig, Agnieszka Borkiewicz und Manfred Müller: ©Literaturdialoge -
Alois Hotschnig, Agnieszka Borkiewicz und Manfred Müller: ©Literaturdialoge
Den Abschluss bot am Sonntag Nachmittag eine Buchpräsentation und Podiumsdikussion der Initiative ›Writers in Residence‹. So sprachen die ›Writers in Residence‹ Luna Ali, die Autorin und Journalistin Nada Chekh sowie Tünde Huber, die Leiterin der Abteilung für die Durchführung kultureller und wissenschaftlicher Veranstaltungen im Ausland im Außenministerium, über das Leben zwischen zwei Kulturen, das Ringen um Anpassung und eine eigene Identität.
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©Literaturdialoge -
©Literaturdialoge
Viele der im Rahmen der Veranstaltungen vorgestellten Publikationen konnten am Stand des Außenministeriums kostenlos mitgenommen werden. Besonders begehrt war dabei dieses Jahr – neben dem »Dauerbrenner«, den Mannerschnitten – die neue Anthologie »Der Stoff aus dem die Sätze sind« (Hg.: Atzler, Elke; Müller, Manfred).
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©Literaturdialoge -
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©Literaturdialoge
Wir kommen wieder, keine Frage – bis zum nächsten Jahr auf der BuchWien, wir freuen uns schon!